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Ich bin doch kein Psychopath!

  • Kerstin Meyer
  • vor 1 Tag
  • 1 Min. Lesezeit

Ich war neulich in einem Restaurant und wartete auf meinen Partner. Die Sitzplätze waren relativ eng angeordnet . Während ich wartete studierte ich die schon mal die Speisekarte. Neben mir saß ein Pärchen, das sich offensichtlich und etwas emotionaler über Probleme in ihrer Partnerschaft unterhielten. Es ging hin und her und plötzlich rief der Mann: "Ich bin doch kein Psychopath!" Ich musste etwas schmunzeln, denn diese Reaktion kenne ich auch von anderen Menschen. Relativ schnell wird dieser Begriff bei Diskussionen oder Streitereien verwendet und dann meist in der Abwehr- und Verteidigungshaltung. Deshalb ist es mir wichtig, den Begriff und die Bedeutung Psychopath einmal zu erläutern.

Was oder wer ist ein Psychopath?

Ein Psychopath ist ein Mensch, der durch eine extreme Empathielosigkeit, Gefühlskälte, manipulatives Verhalten auffällt. Die Person hat keinerlei Gewissensbisse und zeigt keine Reue. Sie sind ausgesprochen risikobereit und verhalten sich verantwortungslos. Oft kommen diese Menschen mit dem Gesetz in Konflikt. Ca. 1% der Bevölkerung sind davon betroffen, mehr Männer als Frauen.

Zusammengefasst heißt das: Es handelt sich um eine schwere Persönlichkeitsstörung, die sich auch oft mit der dissozialen Persönlichkeitsstörung überschneidet.

Das hört sich wirklich nicht schön an. Dennoch möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass kein Mensch als Psychopath geboren wird. Es ist eher ein komplexes Zusammenspiel von Genetik und Umwelt, die diese Ausprägung verursachen. Oft haben diese Menschen traumatische Erlebnisse wie Missbrauch, Gewalt oder emotionale Vernachlässigung erlebt. Gerade die mangelnde Fürsorge und unsichere Bindungserfahrungen gelten als Risikofaktor.


Ich hoffe, meine Ausführungen zeigen, dass die wenigsten Menschen Psychopathen sind.

Wenn Sie selbst mehr über sich erfahren möchten, dann freue ich mich, von Ihnen zu hören.

sein.freude.leben - Ihre Kerstin Meyer

 
 
 

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